Toms Flug am Dienstag, 14.07.2020

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Nr.

688

Gerät

Drachen

Startplatz  

Tegelberg

Landeplatz  

Tegelberg

Startzeit

16:00

Flugzeit

1:00

Höhenwind  

NW

Schattiger Nordwesttag

Das Wolkenbild ist verglichen mit den Vortagen gar nicht so schlecht. Inneralpin dräut es schon ein bisschen zu, aber es sieht eher nach Ausschichtung als nach Überentwicklung aus. Im Vorland tummeln sich nur 3/8 Cu. War ich gestern allein als Drachenflieger, so ist heute richtig viel Deltabetrieb. Ich kann mich über dem Schönleiten auf knapp 2500 hocharbeiten und segle weiter zum Grubenkopf - der West schiebt oben kräftig. Dort komme ich über 2200 nicht weit hinaus. Da über der Bleick eine fette Wolke wartet entschliesse ich mich zur Querung des Halblechtals. Die Peilung zeigt mir zwar auch nach halbem Wege dass ich über den Grat kommen müsste, aber wenn es davor stark sinkt, dann wird bei dem heutigen West die Flucht entlang dem Halblech mitunter ein bisschen zu spannend. Ich ziehe den Schwanz ein und segle gleich schnurstraks zum Buchenberg. Der Gegenwind ist in der Tat deutlich spürbar. Ich komme schliesslich 200 über der Alm an und segle im Schleichgang weiter zum Jagdberg unter dessen Gipfel ich ankomme. Seit einer Viertelstunde ist alles total abgeschattet. Den letzten Teil hätte ich im Grunde mit dem Schirm auch gleich direkt vom Buchenberg aus haben können. Aber den Spaß davor natürlich nicht :-) Noch bläst der hiesige Ost ein bisschen an die Hornburg an der ich in Achtern chille bis hier auch alles still wird. Ein Fehler so lange auszuharren, denn nun wartet am LP ein total schlaffer Windsack. Mutig von den vorherigen Landungen versuche ich die Sache auch bei Nullwind stehend hinzubekommen. Umgreifen geht diesmal perfekt ohne Sucherei. Aber es läuft heute weit, über die Kuppe des LP hinaus, bis endlich der Punkt zum Stallen erreicht ist. Vermutlich war ich dann einen halben Meter höher als gewollt so dass ich nach dem halbwegs gelungenen Stall zusammen mit dem schweren VR heftiger runterfalle als ich es halten kann. Mein Körper drückt beim Aufprall das linke Seitenrohr ein wenig raus und gleichzeitig hämmert das Drachengewicht einen Knick in die Sollbruchstelle. Vielleicht ist das Sollbruchröhrchen für solche Fälle ein bisschen zu weich?


Tom's Flugbuch v0.9 vom 15.08.2014